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I.B.O. - Institut für biofunktionelle Orthodontie
Abstracts
Scientific presentation accepted by:
76th Congress of the European Orthodontic Society
June 2-6, Crete Greece
PRECISE APPLICATION OF PHYSICS,
MATHEMATICS,
ENGINEERING TO THE FIELD OF ORTHODONTICS.
Dr. Georg Risse Institute of
Biofunctional Orthodontics
(I.B.O.) Münster,
Germany.
AIM:
To examine the relation of precise application of
physics, mathematics and engineering to the field of orthodontics.
SUBJECTS:
Basic laws and their definition, principles and their definition.
On the other hand: Systems and their definition, the transfer of laws and
principles into reality.
METHODS:
In orthodontics we deliver force. The question is, in how far
precise application of force lead to precise treatment results. Therefore
the character of laws, the subject of application and the method of common
(precise) application was analysed.
RESULTS:
Basic laws are not similarly applicable to the field of
orthodontics, because basic laws of precise sciences are dual logic in
character, meaning: yes or no, something is right or wrong. They are free
from time and timing. In reality for instance we are driving the system
"car" by means of: a bit to the right or left, not by: 30° to
the left or right. By this so-called "fuzzy control" we are
highly and precisely organized.
In orthodontics precise engineering and
precise application of dual logic laws on complex systems lead to loss of
control, excessive round tripping, loss of anchorage and loss of time,
increase of force, friction, damage and pain, and to artificial, not
individualized results.
CONCLUSION:
-
In orthodontics we have to introduce
the system of "fuzzy control", being introduced in other
disciplines since years. General sciences passed orthodontics.
-
In engineering fuzzy controlled
forces we have to change the ratio: slot size / wire size.
-
By this we are approximating the
character of artificial forces to functional force quality avoiding
forces of static character and are making the way free for high
individual precision.
s.h. BMG
2000, September
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie in
Düsseldorf. Verantwortlicher Leiter: Prof. Dr. Drescher
Anmeldung von drei wissenschaftlichen Abstracts durch Dr. Georg Risse:
Abstract Nr.1
Titel: Relevanz
diagnostischer Dokumente für theoretische Entscheidungen.
AUTOREN:
Georg Risse
Institution:
Institute of
Biofunctional Orthodontics (I B O)
- Dr. Georg Risse -
- Raesfeldstraße 15 -
- 48149 Münster -
- Tel. 0251-294959 -
Fragestellung:
Zur
Behandlungsplanung erstellen wir möglichst genaue diagnostische
Unterlagen zur Auswertung und Dokumentation. Die Messergebnisse haben von
ihrem Charakter eine duale Logik. Inwieweit ist ein Messwert mit dualer
Logik für ein komplexes System aussagekräftig?
Material und Methode:
Es wird das kieferorthopädische Umfeld definiert, nicht nur als komplexes
System, sondern als komplexes biologisches System. Mit der "Lehre von
ungenauen Mengen Fuzzy Logic" wird der "range" einer
Aussage umfassender definiert und erhält damit eine größere
realitätsbezogene Genauigkeit: Beispiel: Einparken eines Autos. Eine
"präzise" duale Angabe wäre 30° nach links oder rechts.
"Genauer" ist aber: Ein bisschen nach links oder rechts.
Ergebnisse:
Die duale Anwendung eines Messwertes für die Orthodontie stiftet
Ungenauigkeit und Unsicherheit. Eine relative linguistische Auswertung
und Anwendung nach dem Prinzip "Fuzzy Logic" ergibt eine
weitaus höhere reale Präzision.
Schlussfolgerungen:
Die Einführung der Lehre von Fuzzy
- Logic in die Kieferorthopädie ist
notwendig und wird das orthodontische Paradigma "Mit möglichst
genauer Führung erhält man die präzisesten Behandlungsergebnisse"
als nicht richtig ablösen.
Abstract Nr. 2
Titel: Mechanik und Gesetze, "Theorie
und Praxis"
Autoren: Georg Risse
Institution:
Institute of Biofunctional
Orthodontics (IBO)
- Dr. Georg Risse -
- Raesfeldstraße 15 -
- 48149 Münster -
- Tel. 0251-294959 -
Fragestellung:
Führt
eine genaue Anwendung von mathematischen und physikalischen
Gesetzmäßigkeiten in der Orthodontie zu präzisen individuellen
Behandlungsergebnissen? Wodurch ist die Diskrepanz zwischen Theorie und
Praxis zu erklären?
Material und Methode:
Es
wurden der Charakter und die Definition von Gesetzen, Prinzipien und
Struktursystemen sowie die Anwendung von Gesetzen und Prinzipien auf
unterschiedliche Systeme untersucht.
Ergebnisse:
Newtonsche
Gesetze sind nicht gleichwertig auf die Orthodontie übertragbar, da
Grundgesetze der "exakten Wissenschaften"
a) eine duale Logik
haben, was bedeutet: -etwas ist richtig oder falsch und b) keine Relation
zum Timing haben.
c) Duale Gesetze sind nicht mit der Dynamik eines
biologischen Systems
d) nicht mit dem Alter eines biologischen Systems
verknüpft.
Fuzzy Logic:
Die
Wissenschaft von den ungenauen Mengen, zeigt einen gänzlich anderen und
leichteren Weg zur "Beherrschung" komplexer Systeme. Orthodontie
wird dadurch individuell präziser, biologischer, schneller bei weniger
Schmerzen und Schäden.
Schlussfolgerungen:
Präzise
Anwendung von "statics" wie Burstone sie fordert, ist
contraproduktiv.
Abstract Nr. 3
Titel: Fixed Functional
Orthodontics (F.F.O.)
AUTOREN Dr. GEORG RISSE
Institution:
Institute of
Biofunctional Orthodontics (IBO)
- Dr. Georg Risse -
- Raesfeldstraße 15 -
- 48149 Münster -
- Tel. 0251-294959 -
Fragestellung:
Sind
Funktionelle Aspekte aus der Funktionskieferorthopädie in der
gegenwärtigen Orthodontie vorhanden und wodurch lassen sich diese in die
Edgewise-Technik besser integrieren?
Material und Methode:
Es wurden die Prinzipien der Funktionskieferorthopädie und der
Orthodontie untersucht und charakterisiert.
Ergebnisse:
Die
Funktionskieferorthopädie arbeitet nach dem Prinzip von Roux und u.a. der
Lehrmeinung von Andresen/Häupl. Sie entspricht damit biologischen
Mechanismen und Funktionszusammenhängen. Die Orthodontie arbeitet nach
dem Prinzip des "Mechanischen Determinismusses" aus dem 18.
Jahrhundert, wonach sich Gesetze der exakten Wissenschaft vollständig auf
komplexe biologische Systeme übertragen lassen. Das Prinzip des
"Mechanischen Determinismusses" ist jedoch zwischenzeitlich
widerlegt.
Schlussfolgerungen:
Auch
in der Orthodontie müssen funktionelle Prinzipien dominieren. Dieses ist
nur durch eine Änderung des mechanischen Systems und ihre Handhabung zu
erreichen, u.a. durch Reduktion der Slotgröße auf z.B.: eine Slotgröße
von .016 x .020 inch und Drahtstärken von .010 x .020 bis .014 x .020
inch.
© 2000 - Dr.
G. Risse |